Zwei Tage in denen Männer und Männlichkeiten im Fokus stehen sollen, werden im November begangen. Der erste ist der Weltmännertag am 4.11. der im Jahr 2000 unter Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow ins Leben gerufen wurde. Die deutlich geringere Lebenserwartung von Männern gegenüber Frauen und die damals wie heute aktuelle Debatte um die Wehrpflicht gehörten zu den Anlässen die Forschende der Uni Wien dazu veranlassten einen Tag auszusuchen, um auf diese und andere Probleme aufmerksam zu machen.

Der Internationale Männertag in seiner heutigen Form wurde 1999 in Trinidad und Tobago ausgerufen. Seine sechs Säulen, die bis heute Bestand haben sind:

  1. Positive männliche Rollenvorbilder zu fördern.
  2. Positive männliche Beiträge zur Gesellschaft zu feiern.
  3. Einen Fokus auf männliche Gesundheit und Wohlbefinden zu setzen.
  4. Diskriminierung gegenüber Männern zu beleuchten.
  5. Geschlechterverhältnisse zu verbessern und Gleichberechtigung zu fördern.
  6. Eine sicherere und bessere Welt zu erschaffen, in der Menschen sicher sein können und ihr ganzes Potential aussschöpfen.[1]

Insbesondere die letzten beiden Ziele bedeuten, dass Männer an sich selbst selbst arbeiten müssen. Gewalt und damit einhergehende Unsicherheit und Einschränkungen gehen nach wie vor überwiegend von Männern aus. Sei es durch Kriege, wo nach wie vor überwiegend männliche Politiker, männliche Generäle und Soldaten Gewalt einsetzen, sei es durch partnerschaftliche Gewalt, die in Deutschland zu ca. drei Vierteln von Männern ausgeübt wird.[2]

Gleichzeitig erleben wir aktuell in Deutschland in der Debatte um die Wehrpflicht einen großen Rückschritt, sowohl was die geschlechtsspezifische Diskriminierung von Männern, als auch den Schutz von Männern davor Opfer und Täter von Gewalt durch Kriege zu werden angeht.

Anstatt das alles hinzunehmen wünschen wir uns eine Welt in der Männer nicht dazu verpflichtet werden Gewalt auszuüben.Und wir wünschen uns eine Welt in der sich Männer nicht dazu ermächtigt fühlen Gewalt auszuüben, um in Partnerschaft und Familie patriarchale Strukturen aufrecht zu erhalten.

Darum beteiligen wir uns am Aufruf zur Männerdemo gegen Gewalt, Sexismus und Frauenfeindlichkeit. 3.11. 17:00 am Kornmarkt. Seid Dabei![3]Männer-Demonstration „Männer gegen GEWALT, Sexismus und Frauenfeindlichkeit

 

[1]https://internationalmensday.com/about/objectives-of-imd/

[2]https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/HaeuslicheGewalt/HaeuslicheGewalt2024.html?nn=219004

[3]https://www.nuernberg.de/internet/gleichstellung/veranstaltungsprogramm_maennerwochen_vaeterwochen.html